Die Welt bewegt sich trotz zahlreicher diplomatischer Anstrengungen zur Kriegsvermeidung im Kontext der Situation um den Iran und Syrien immer noch mit rasantem Tempo auf einen dritten, thermonuklearen Weltkrieg zu. Das transatlantische Finanzsystem befindet sich erneut in einer Krise, die alle Symptome der Lage vor dem Kollaps von Lehman Brothers aufweist - nur daß diesmal die Regierungen und Zentralbanken alle Instrumente, die damals zur kurzfristigen Intervention benutzt worden, bereits aufgebraucht haben.
Es geht gar nicht darum, ob Christian Wulff ein großartiger Bundespräsident ist oder ob er sich ungeschickt verhalten hat: Es geht darum, daß die internationalen Finanzkräfte Zweifel haben, ob er, angesichts der in seiner Lindauer Rede geäußerten Überzeugungen, seine Unterschrift unter den „dauerhaften Rettungsschirm ESM“ setzen wird. Wenn überhaupt jemand das Amt des Bundespräsidenten beschädigt hat, dann nicht Herr Wulff, sondern die Medienvertreter, die in einer abscheulichen Hetzkampagne einen Rufmord nach Salamitaktik betreiben.
Das einzige Thema, das für jeden klardenkenden Menschen die absolute Priorität sein sollte, ist die existentielle Frage, wie zu dieser extrem weit fortgeschrittenen Stunde die Gefahr eines globalen thermonuklearen Krieges verhindert werden kann.
Das Weltfinanzsystem steht vor der unmittelbaren Desintegration, die Situation ist heute weit gefährlicher als 2008 nach dem Kollaps von Lehman Brothers und AIG, einfach deshalb, weil heute alle finanzpolitischen Instrumente sich erschöpft haben, und als allerletztes Mittel nur noch die hyperinflationäre Geldvermehrung in Form diverser Swap-Abkommen zwischen der Federal Reserve und den europäischen Zentralbanken eingesetzt wird.
Die neue Phase des systemischen Kollapses, die in der vergangenen Woche auf den internationalen Börsen mal eben so fünf Billionen Dollar - das entspricht dem Kapitalwert des Bruttosozialprodukts von Japan für ein ganzes Jahr - ausgelöscht hat, wird von weiteren, noch dramatischeren gefolgt werden. Amerika bekommt jetzt mit der Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit durch die Rating-Agentur Standard und Poor`s die Griechenland- Behandlung.
Dreister geht es kaum noch: Die Deutsche Bank, die mit ihrer Hochrisiko-Spekulation (Ackermanns 25% Profitrate) zweifelsohne ein Teil der Kasino-Wirtschaft ist, die für die steigende Inflation verantwortlich ist, bietet ihren Kunden jetzt Finanzprodukte an, mit denen Sie sich angeblich gegen die kommende Inflation absichern können!
Angesichts der skandalösen Unfähigkeit, die das IWF-interne Independent Evaluation Office (IEO) praktisch der gesamten IWF-Führung, der Organisationsstruktur sowie der gesamten Analyse- und Arbeitsmethode des IWF bescheinigt hat, kann die einzige Schlußfolgerung nur der sofortige Rücktritt des gesamten IWF-Vorstands sowie der leitenden Mitarbeiter sein, oder sie müssen den Beweis erbringen, daß sie bereit sind, die gemachten Fehler zu korrigieren.
Genau wie wir gewarnt haben, ist mit Jahresbeginn ein Phasenwechsel in der seit nunmehr fast dreieinhalb Jahren eskalierenden Systemkrise eingetreten. Der kumulative Effekt all der „Rettungspakte", die von den Zentralbanken in zweistelliger Billionenhöhe in das Finanzsystem gepumpt wurden, machen sich nun in einer rasch ansteigenden Preisinflation vor allem bei Rohstoffen und Nahrungsmitteln bemerkbar.
Ein Aufruf zum Widerstand gegen den „fiskalischen" Faschismus automatischer Kürzungen bei den öffentlichen Haushalten und Sozialausgaben
Das System der Globalisierung ist vollständig und hoffnungslos bankrott. Seit fast 40 Monaten eskaliert die globale Finanzkrise, und in dieser ganzen Zeit haben sich die Regierungen als unfähig erwiesen, die Hochrisiko-Spekulation einzudämmen. Statt dessen haben sie rund 30 Billionen Dollar an „Rettungspaketen" , d.h. Steuergeldern zur Verfügung gestellt, nur damit die Casinowirtschaft weiter gehen kann.